Eins sein – Das Abendmahl

Als Gemeinschaft der Gläubigen, ist es unser Ziel, eins mit Jesus, dem Vater und untereinander zu sein (Joh 17). Deswegen stärken wir einander unseren Glauben. Wir haben Gemeinschaft miteinander, haben Mitgefühl füreinander, beten füreinander, trösten, ermahnen und ermutigen einander (Phil 2,1).

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Dafür hat Jesus das Abendmahl eingesetzt: Damit wir uns an ihn erinnern, bis er wiederkommt. Damit wir uns bewusst werden, was das für uns bedeutet: Eins mit Gott zu sein. So wie Christus ist, sind auch wir in dieser Welt (1.Joh 4,17). Wir vergegenwärtigen uns im Abendmahl, dass wir gereinigt sind durch sein Blut, dass wir zu ihm gehören, zu seinem Leib und Anteil haben an allen Segnungen (Eph 1,3).

Die Gebote, Gott und unseren Bruder zu lieben, setzt Jesus gleich. Es passt also nicht zusammen, den Bruder zu unterdrücken, ihm etwas nachzutragen und nicht vergeben zu wollen, und gleichzeitig das Abendmahl des Herrn einzunehmen. Deshalb gehe hin und versöhne dich mit deinem Bruder, damit es dir nicht ergehe, wie den Korinthern, die die Brüder missachtet und Spaltungen zugelassen hatten. Es ist wichtig, dass wir uns selbst richten, damit wir nicht gerichtet werden.

Weil sie den Leib des Herrn nicht gewürdigt und falsch beurteilt haben, waren einige unter ihnen schwach und frühzeitig entschlafen. Sie haben die Geschwister nicht wertgeschätzt. Der Herr identifiziert sich mit seiner Gemeinde. Seine Gemeinde ist sein Leib (1.Kor 10,17). Darum fragte er Saulus: "Warum verfolgst du mich?" und schlug ihn mit Blindheit.

Es tut nicht gut, den Leib des Herrn zu verachten. Wenn wir selbst ein Teil dessen sind, schneiden wir uns ins eigene Fleisch.

Jesus zu lieben, bedeutet einander zu lieben. Die Brüder zu verachten, insbesondere die Schwachen, bedeutet Christus zu verachten. Christus zu verachten, bedeutet sein Erlösungswerk zu verachten. Sein Erlösungswerk zu verachten bedeutet den Fluch.

Warum hat Paulus die Korinther nicht einfach getrennt? Die Reichen getrennt von den Armen, die Judenchristen getrennt von den Heidenchristen, die Alten getrennt von den Jungen? Damit hätte er einige Probleme in den Gemeinden lösen können! Warum ist er nicht diesen einfachen Weg gegangen? Weil alle Glieder am selben Körper, Jesus, zusammengehören.

Gott möchte, dass wir lange und gesund leben. Doch mein Leib, Christi Leib und der Brüder Leib gehören zusammen, denn sie sind alle Christi Leib. Deshalb lasst uns einander lieben, denn darin erfüllen wir das Gesetz Christi.

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