Mit Jesus auf der Straße unterwegs

Ich war letzten Sonntag mit Jonathan auf der Straße in Düsseldorf unterwegs. Jonathan ist schon lange gläubig und liebt es, Menschen von Jesus zu erzählen. Zugleich hatte er nur wenig Erfahrungen mit dem Ansprechen von wild-fremden Menschen auf der Straße. So kam er in Kontakt mit mir und wir verabredeten uns zu einem "Spaziergang".

Während wir so durch die Straßen von DUS schlenderten, trafen wir viele interessante Persönlichkeiten. Von zweien möchte ich hier berichten:

PROPHETISCHER EINDRUCK

Als wir durch einen Park gingen, saßen dort zwei Frauen. Später stellte sich heraus, dass sie obdachlos waren. Die eine von ihnen grüßte ich und ging vorüber. Ein paar Meter weiter hatte ich den Eindruck, dass ich zurückgehen und sie fragen sollte, was sie von Gott möchte.

Das tat ich und die Frau brach in Tränen aus. Sie sei gläubig und hätte sich vor wenigen Tagen dazu entschieden, all ihren "Reichtum" aufzugeben, um den Menschen in der Obdachlosigkeit zu begegnen. Sie war dabei, eine von ihnen zu werden, damit sie "Jesus bei den Menschen" sein könne. Sie spricht mit ihnen, betet (auch um Heilung) und erzählt allen von Jesus. Heute Nacht musste sie plötzlich mit der Frau neben sich aus einer Obdachlosenunterkunft rausgehen, da dort ein Feuer ausgebrochen war. Sie war verzweifelt und Gott machte ihr Mut, weiterzumachen. Unter anderen würde sie heute 1-2 Personen kennenlernen, die auch mit Jesus unterwegs sind...

So konnten wir den beiden auf unterschiedliche Weise dienen und ihnen den Trost unseres Gottes vermitteln.

Ausländische Bodybuilder(?)

Einige Zeit später gingen wir an vier kräftig gebauten (große Muskeln), ausländisch aussehenden Männern vorbei. Wir sprachen darüber, ob Jonathan sich trauen würde, auch solche Personen anzusprechen, nicht wissend, ob sie unsere Sprache sprechen und wie sie, als evntuelle Moslems, auf unseren Glauben reagierten. Einer von ihnen ging an einer Krücke.

Obwohl uns bei dem Gedanken, sie anzusprechen, nicht ganz wohl war, beschlossen wir, diesem inneren Unwohlsein NICHT nachzugeben. Wir drehten um und versuchten, diese Männer einzuholen. Dabei entdeckten wir, dass eines ihrer Tatoos ein großes Kreuz war. Dies nahmen wir zum Anlass, sie anzusprechen. Die Männer, die zuvor eher dunkel und abweisend auf uns wirkten, fingen urplötzlich an zu strahlen, als sie hörten, dass wir Christen seien. Denn das seien sie auch: Aramäische Christen. Jonathan und ich kannten diese Art von Christen nicht und ließen uns von ihnen gern aufklären.

Am Ende dieser Begegnung konnten wir für sie beten und sie im Namen unseres gemeinsamen Gottes segnen.

FAZIT

Wie so oft kann ich nur sagen: Es lohnt sich, mit Jesus unterwegs zu sein. Auch wenn es manchmal zu Ablehnung kommt, so überwiegt doch das innere Glück, wenn Jesus die Menschen durch uns berührt. Tatsächlich hatten wir an diesem Tag keine einzige Ablehnung und durften für sehr viele Menschen beten und ihnen von unserem Glauben erzählen.

Stephan Kobabe, Düsseldorf, 26.09.2021
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